Die Bürde des Herrn

WER WIRD FÜR DEUTSCHLAND WEINEN?
Nachschrift einer Predigt von Michael Brown
im Christlichen Zentrum Ruhrgebiet am 27.5.1995

 
Ich glaube, der Herr hatte Gefallen an unserer Anbetung und unseren Gebeten.
Unser Herz sollte ermutigt sein. Der Herr hat einige Dinge auf mein Herz gelegt
für unsere letzten Versammlungen heute und morgen. Der Herr hat morgen ein
Wort der Aussendung für uns, morgen Abend eine Zeit von Freisetzung und
Erfrischung. Heute Abend möchte er uns noch einen Schritt tiefer mitnehmen.
Gestern hat er einige Herzen angerührt mit einem Geist der Fürbitte, und einige
 von euch sind in einer Art und Weise ergriffen worden, wie noch nie vorher. Aber heute Abend möchte der Herr noch mehr uns mitteilen, was auf seinem Herzen liegt. Er hat in einer bestimmten Art und Weise diese Botschaft im Gebet heute Nachmittag auf mein Herz gelegt. Laßt unser Herz öffnen für die Schrift, daß wir unser Herz öffnen, für das, was der Geist den Gemeinden mitzuteilen hat. Laßt uns dem Herrn nicht widerstehen!

Und laßt uns nicht irgendwelche Hindernisse aufbauen! Laßt es uns mit offenem Herzen empfangen!

Vater, wir lieben dich. Wir sind privilegiert, deine Kinder genannt zu werden. Wir sind über die Maßen gesegnet, ein Teil deiner Familie zu sein. Wir wissen, Herr, daß du dein Herz uns mitteilen möchtest. Herr, in deiner übernatürlichen Gnade hast du uns berufen, Mitarbeiter in deinem Reich zu sein mit dir. Sprich zu uns in Klarheit, Herr! Teile deine Bürde mit uns, daß du uns dazu bringst, daß wir im Gebet die Geschichte Deutschlands verändern im Namen Jesu. Amen.

Wir wollen Jeremia, Kap. 9 anschauen. Ich möchte zu euch heute Abend über die Bürde oder Last des Herrn sprechen, die Berufung in die Fürbitte hinein. Ich möchte hierzu erst eine Frage stellen. Ich möchte, daß ihr nicht antwortet, ich möchte nur, daß ihr diese Frage hört. Diese Frage ist ganz einfach. Wer wird für Deutschland weinen? Jeremia, Kap. 8, Vers 23: „O, daß mein Haupt Wasser wäre und mein Auge eine Tränenquelle, dann wollte ich Tag und Nacht die Erschlagenen der Tochter meines Volkes beweinen!“ Jeremia hatte ein zerbrochenes Herz. Er war ein junger Mann und doch von GOTT berufen. Er hatte sich diese Last nicht ausgesucht. Die heilige Schrift sagt uns nicht, daß er irgendwo in seiner Persönlichkeit total depressiv war. Die Bibel sagt uns nicht, daß er irgendwo eine hoffnungslose Gestalt gewesen ist. In der Tat gab es viele Verheißungen von großartigen Wiederherstellungen im Buch des Jeremia. Jeremia ist ein Buch der Hoffnung inmitten aller Not. Vers 20, Kap. 8. Jeremia war ein Realist. Gott hat die Bürde auf die Seele von Jeremia gelegt. Vielleicht wollte er um diese Dings nichts wissen, vielleicht wollte er diese Dinge nicht empfinden, vielleicht wollte er es nur wissen in der Art und Weise, wie ein schlechter Traum vorübergeht. Aber er wußte um die Wahrheit. Er konnte die Stimme GOTTES hören. In Vers 20 sagt er: „Vorüber ist die Ernte, die Obstlese ist zu Ende und wir sind nicht gerettet. Über dem Zusammenbruch der Tochter meines Volkes bin ich zerbrochen. Ich trauerte, Entsetzen hat mich ergriffen! Ist denn kein Balsam in Gilead oder kein Arzt dort? Warum ist die Genesung der Tochter meines Volkes ausgeblieben?“

Ich möchte, daß ihr einen Augenblick über die Propheten Israels nachdenkt. Erinnert euch daran, daß GOTT die Gemeinde zu einem prophetischen Volk berufen hat. Merkt euch, daß im neuen Bund der Geist GOTTES auf das ganze Volk fällt, und alle können prophetisch reden. Und was die Erfahrung der Propheten im Alten Testament war, das soll ebenso die Erfahrung der Gläubigen im Neuen Testament sein. Denkt über Hesekiel, Jeremia und Jesaja nach. Sie lebten ein ganz normales Leben. Sie waren normal in der Gesellschaft verwoben. Aber eines Tages sind sie GOTT begegnet. Sie sahen die Herrlichkeit GOTTES. Sie sahen die Heiligkeit GOTTES, und sie sahen die sündige Natur des Volkes. Plötzlich sahen sie die Zerstörung und das Gericht, das das Volk heimsuchen wird. Es ist genau so wie es in den Tagen Josias geschehen ist. Die Nation hat jede Art von Sünde begangen. Josia versuchte, die Nation wieder zu GOTT zurück zu bringen. Und dann entdeckten sie das Wort GOTTES, das so lange verloren gegangen war. Und sie lasen nach über die Flüche und den Segen, die über Ungehorsam oder Gehorsam folgen würden. Und sie sagen: „Wir sind GOTT gegenüber ungehorsam gewesen!“ Und sie sahen das Gericht, das dem nachfolgen würde. Und sie sagten: „GOTT muß zornig sein über unsere Nation!“ Die meisten in dieser Welt leben total ignorant dem Worte und dem Herzen GOTTES gegenüber. Selbst die Gemeinde geht den normalen Beschäftigungen nach. Jesus hat folgendes Bild über das Ende der Welt gegeben: „So wie es in den Tagen Noahs war, so wird es im letzten Zeitalter sein!“ Das bedeutet, daß es genau so bösartig sein wird, wie in den Zeiten Noahs. Das ist möglich, aber das war nicht das, was Jesus betonte. Er sagte: „Wie es in den Tagen Noahs war: die Menschen aßen und tranken, sie heirateten, sie haben ihr normales Leben ausgelebt.“ Und dann kam die Flut. Menschen, die die Bürde des Herrn tragen, sind wahnsinnig in den Augen der Welt. Menschen, die sagen:„Das Gericht kommt!“, die werden abgelehnt. „Du träumst nur oder hast du zuviel getrunken. Nichts in dieser Art wird geschehen. Die Dinge werden so bleiben, wie sie schon seit Generationen sind.“ Aber der Prophet kann diese Bürde nicht einfach ablegen. Er hat die Herrlichkeit GOTTES gesehen und GOTT hat ihm gezeigt, daß das Gericht mit Feuer auf die Erde fällt. Und während all die Menschen normal weiter gehen in ihrem täglichen Ablauf, ist er von GOTT ergriffen. Oftmals fällt die Kirche in das gleiche Verhaltensmuster wie die Welt. Wir möchten einfach eine schöne Zeit haben, wir möchten unterhalten sein, wir möchten reich werden, aber wir haben keinen Platz und keinen Raum für die Bürde des Herrn. Wir möchten gar nicht damit konfrontiert werden. Und deswegen, wenn GOTT Gericht auf eine Nation bringt, wird es keine Fürbitter geben, die das aufhalten können. Und deswegen, weil GOTT das Gericht auf eine Nation bringt, und es nicht aufgehalten werden kann, ist keiner vorbereitet. Es gab keine prophetische Stimme, die die Alarmglocke geläutet hat. Laßt uns Jeremia, Kap. 4, Vers 19 anschauen: „Oh meine Eingeweide, meine Eingeweide! Ich muß mich winden, die Wände meines Herzens, es tobt in mir mein Herz. Ich kann nicht schweigen; denn du, meine Seele, hörst den Schall des Horns, Kriegsgeschrei!“ Die Propheten gingen durch ihre Städte hindurch. Jeder ging seiner normalen Alltagsbeschäftigung nach. Kinder spielten in den Straßen, junge Menschen verliebten sich, und sie gingen die gleichen Straßen entlang und waren fröhlich. Sie haben in einer Vision gesehen, wie diese Stadt zerstört wurde. Sie haben gesehen, wie diese jungen Menschen im Kampf getötet wurden. Sie haben die Kinder ohne ihre Eltern gesehen und ihr Herz war überwältigt und ergriffen davon. Das war eine Botschaft, die sie nicht hören wollten. Die Propheten wollten es nicht von GOTT hören, und manchmal haben sie versucht, es zurück zu halten.

Jeremia, Kap. 20: Er war müde, das wieder und wieder zu hören. Er glaubte, daß GOTT ihn vielleicht getäuscht hatte. Vers 7 heißt es: „Herr, du hast mich betört, und ich habe mich betören lassen. Du hast mich ergriffen und überwältigt. Ich bin zum Gelächter geworden den ganzen Tag. Jeder spottet über mich; denn so oft ich rede, muß ich schreien, Gewalt und Zerstörung rufen; denn das Wort des Herrn ist mir zur Verhöhnung und zur Verspottung geworden den ganzen Tag!“ Heute denken wir über die Gabe der Prophetie nach, daß sie eine begeisternde Sache ist, und wir sprechen über prophetischen Lobpreis, um persönliche Prophetien zu empfangen, und ein prophetisches Volk zu sein. Aber wir wissen nicht viel über die prophetische Last und Bürde. Wir wissen nicht viel darüber, was Jeremia sagt: „Wegen dieses Wortes bin ich verspottet und verhöhnt worden den ganzen Tag lang!“ Vers 9: „Und sage ich: ‚Ich will nicht mehr an ihn denken und nicht mehr in seinem Namen reden!‘ so ist es in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer, eingeschlossen in meinen Gebeinen, und ich habe mich vergeblich bemüht, es weiter auszuhalten. Ich kann nicht mehr!“ Die Schrift sagt, daß der Herr ein verzehrendes Feuer ist. Und die Propheten wurden von diesem verzehrenden Feuer in ihrem eigenen Leben verzehrt. Wenn sie einmal die Begegnung mit GOTT hatten, dann waren sie nicht mehr sie selbst. Wenn sie die Begegnung mit GOTT hatten, dann konnten sie die Salbung nicht einfach an und abschalten. Manchmal sind wir heute verflucht mit vollzeitigen Dienern GOTTES oder mit oberflächlichen Predigern. Wir werden verflucht, wegen der Prediger, die nur nach dem Geld Ausschau halten. Aber die Männer und Frauen, die eine Begegnung mit GOTT haben, die gehören nicht mehr sich selbst. Derjenige, der dieses Feuer in sich brennen hat, der kann nichts anderes tun, als dies auszusprechen. Und die Propheten waren zerbrochen für ihre Nation Sie wußten, was GOTT ihrer Nation verheißen hat. Sie wußten um die Zukunft ihrer Nation. Sie wußten, daß es vielleicht herrlich sein kann. Statt dessen ist das Volk zum Gelächter für die anderen Völker geworden. Sie dachten über die Zeit nach, wo die Herrlichkeit GOTTES den Tempel füllte, wenn das Feuer GOTTES in den Tempel fiel. Und jetzt verbrannte das Feuer des Feindes den Tempel in die Zerstörung hinein.

Laßt uns sehen, was Jesaja sagt in Kapitel 22. Er sah in einer Vision, wie die Zerstörung auf Jerusalem zukam. Er sah das Desaster kommen. Vers 4: „Darum sage ich, schau weg von mir! Bitterlich weinen muß ich! Dringt mich nicht darauf, mich zu trösten über die Verwüstung der Tochter meines Volkes!“ Er brachte ein Wort zum Volk. Vers 12: „Und an jenem Tag ruft der Herr der Heerscharen zum Weinen und zum Wehklagen auf, zum Kahlscheren und zum Umgürten von Sacktuch. Aber siehe, Wonne und Freude, Rinder töten und Schafe schlachten, Fleisch essen und Wein trinken, laßt uns essen und trinken, denn morgen sterben wir!“

Ich möchte euch etwas sagen: Viele, die die Kirche beobachten, denken, daß das unsere Philosophie ist: Laßt uns essen und trinken! Laßt uns alles bekommen, was wir jetzt hier auf Erden bekommen können! Laßt uns an den ganzen Segnungen erfreuen! Richte uns nicht über Gericht! Richte uns nicht durch die Zerstörung, die über uns kommt. Sprecht nicht zu uns, daß Jesus in Feuer und Macht kommt für die Gottlosen! Manchmal seht ihr die Gemeinde oder die Kirche an und denkt: Wo ist unsere Tiefe? Manchmal wundern wir uns darüber: Wo ist unsere Zerbrochenheit? Wir fragen uns, ob wir uns wirklich um etwas kümmern. Ja, natürlich: Die Freude des Herrn ist unsere Stärke! Natürlich gibt es eine Zeit, zu tanzen! Sicher wird es uns im Worte GOTTES oftmals befohlen, daß wir uns freuen dürfen und sollen. Aber das Wort GOTTES sagt ebenso, daß diejenigen, die unter Tränen säen werden, werden in Freuden ernten. Es gibt eine Zeit, zu tanzen, aber auch eine Zeit, zu weinen. Ihr müßt das ganz klar aufnehmen und hören! Jesus auf dem Weg zum Kreuz sagte folgendes: – wir können in Lukas 23 nachlesen – „Die Frauen weinten um ihn. Und Jesus sagte: ‚Weint nicht um meinetwillen, weinet um euretwillen, weinet um eurer Kinder willen, weil Zerstörung über diese Stadt kommen wird!‘ “

Hört mich klar! Wenn wir heute nicht in der Fürbitte weinen, wenn wir die Bürde des Herrn in der Fürbitte heute nicht empfangen, dann werden wir morgen weinen unter Depressionen und Hoffnungslosigkeit. Georg Whitfield hat vor den Massen gepredigt. Er sagte: „Wenn ihr nicht für euch selbst weinen könnt, dann werde ich für euch weinen!“ Und er begann zu schluchzen für ihre Seelen. Ich möchte euch heute abend fragen: Wer wird für Deutschland weinen? Werden die Politiker für diese Nation weinen, oder wird die Unterhaltungsindustrie um dieses Volk weinen, oder werden die Sportstars um dieses Land weinen; werden die Leiter von diesen toten, traditionellen Kirchen weinen; werden die Lehrer für dieses Land weinen? Warum sollen wir heute weinen? Das ist eine Zeit des Wohlstandes. Warum sollen sie heute weinen? Das ist der Tag der Wiederherstellung. Warum sollen wir heute weinen? Das ist jetzt eine Zeit des Fortschrittes, und sie sehen nicht die Krankheit in ihrem Land. Sie können nicht die Tragödie dieser deutschen Nation sehen. Sie sehen die Finsternis nicht, und sie sehen auch nicht die harte Zeit, die auf uns zukommt. Ich glaube, daß es für die Brüder der Gemeinde Zeit ist, für dieses Land zu weinen.

Schaut mit mir in Amos, Kap. 6. Das war ein Wort, das Amos vor ungefähr 2500 Jahren gesprochen hat, und es spricht ebenso zu uns heute. Das war ein Wort, das an die Sünder gerichtet war. Aber ich glaube, daß es ebenso die Ebene gibt, wo es für die Gläubigen zutrifft. Ich möchte, daß ihr seht, was die große Sünde dieses Volkes war. Amos sprach prophetisch über Nord-Israel. Sie hatten eine Zeit, wo sie expandierten. Sie freuten sich an dem Wohlstand, den sie hatten. Sie freuten sich an der aktiven Religion. Hör, was es dir sagt: – Kap. 6, Vers 1: „Wehe den Sorglosen in Zion und den Sicheren auf dem Berge von Samaria, den Vornehmen des Erstlings der Nationen, zu denen das Haus Israels kommt! Geht hinüber nach Kalne und seht und geht von dort nach Hamath, der großen Stadt und steigt hinab nach Gath der Philister! Sind sie besser als diese Königreiche, oder ist ihr Gebiet größer als euer Gebiet? Ihr, die ihr den Tag des Unglücks hinausschiebt und die Herrschaft der Gewalt herbeiführt, ‚Das wird uns nicht geschehen! Zerstörung wird uns nicht erreichen! Gericht wird nicht auf uns fallen! Wenn der Tag des Herrn kommt, das wird eine herrliche Zeit für uns sein!‘ “ Sie liegen auf Elfenbeinlagern und räkeln sich auf ihren Ruhebetten, sie essen fette Schafe und Kälber aus dem Maststall. Sie faseln zum Klang der Harfe und denken sich wie David Musikinstrumente aus. Sie trinken Wein aus Schalen und salben sich mit den besten Ölen. Eine Zeit des wunderbaren Wohlstandes, eine Zeit der Selbstzufriedenheit. Eine Zeit, wo Menschen aufeinander zugingen und sich gratulierten, wo alles so gut aussah. Aber am Ende zerfiel die Nation, bald würde sie zerstört werden. Sie würde noch abgetrennt werden von den anderen Nationen. Vers 6: „Sie trinken Wein aus Schalen und salben sich mit den besten Ölen. Aber über den Zusammenbruch Josefs sind sie nicht bekümmert. Darum ziehen sie jetzt gefangen an der Spitze der Weggeführten fort!“

Möge das nie ein Bild der wiedergeborenen Gemeinde in dieser Nation sein! Möge es niemals sein, daß gesagt wird, daß die Gemeinde damit beschäftigt war, ihre eigenen Gebäude zu bauen. Möge niemals gesagt werden, daß die Gemeinde gefühllos gewesen ist über die Krankheit oder das Krebsgeschwür in unserer Gesellschaft! Ich bete und denke über euer Land nach. Normalerweise, wenn du über Juden nachdenkst, so denkst du sofort an den Holocaust. Es gibt aber eine lange Geschichte von Juden in diesem Land hier, und viele Dinge haben wir gemeinsam, auch vieles, was wir in unserer Persönlichkeit gemeinsam haben. Und ich habe über eure Nation nachgedacht und für sie gebetet, Ich habe über die Gaben und Geschenke nachgedacht, die GOTT dieser Nation gegeben hat; und in vielerlei Art und Weise ist es eine leitende, führende Nation. Sie ist intellektuell begabt. Diese Nation ist auch im musikalischen Bereich begabt. Und in einer bestimmten Art und Weise ist sie auch durch die Reformation begabt worden. Ich habe mir folgende Frage gestellt: Was hat GOTT sich für Deutschland vorgenommen? Wo war GOTTES Herz bei all dem, was er dieser Nation gegeben hat? War es, daß es die Welt in zwei Weltkriege geführt hat oder eine führende Nation zu sein in der Zerstörung? Oder war es so, daß GOTT sich vorgenommen hat, daß 500 Jahre nach der Reformation nur noch weniger als 1% dieser wiedergeboren ist, und daß wir einen Ruf der Gottlosigkeit haben und nicht, daß wir GOTT angehören? Und ich dachte darüber nach, was GOTT sich vorgenommen hat. Ich dachte darüber nach, was hätte sein können, wie Leben von dieser Nation ausgehen könnte. Und ich bin mir in meinem Herzen sicher, ich bin mir sicher in meinem Geist, Gericht kommt! Harte Zeiten werden auf uns zukommen, Dinge, die die Seele eurer Nation zu zerreißen drohen! Das ist das erste Mal, daß ich in eurem Lande bin. Aber ich fühle schon die Schmerzen für euer Land. Ich spüre diesen Schrei in meinem Herzen, daß es nicht so ist, wie es sein sollte. Es gab vergossenes Blut in der Vergangenheit, und es wird es auch wiederum geben! Das ist nicht das Herz und der Plan GOTTES! Ich denke darüber nach, wie diese Nation die Welt in religiösen Skeptizismus geführt hat. Seine Philosophien haben sich in der Welt verbreitet und haben Menschen damit zerstört. Ich denke, das Gegenteil davon sollte so sein, daß GOTT Leiter hervorgebracht hätte, die das Leben in die Nation getragen hätte, um Glauben aufzubauen und nicht Unglauben. Und ich frage mich, in der Mitte dieser finsteren Nation, in der Mitte dieser materialistischen Nation, in der Mitte dieser skeptischen Nation und in der Mitte dieser Selbstsicherheit, was tut die Gemeinde? Ist die Gemeinde zerbrochen über diesem zerbrochenen Zustand dieser Nation? „Bruder, sprich nicht so zu uns! Das ist negativ! Das Evangelium ist positiv! Bruder, sprich nicht so zu uns! Du stiehlst mir meine Freude! Bruder sprich nicht so, es macht mich traurig! Sage mir fröhliche Dinge! Sage mir positive Dinge! Sende mich lachend nach Hause!“ Vielleicht gehen Sie nach Hause und lachen, aber es wird deswegen sein, weil wir unter Tränen gesät haben. Wir werden uns vielleicht auf unserem Weg nach Hause erfreuen können, weil wir wissen, daß unsere Zerbrochenheit eine Ernte in dieser Welt produzieren wird.

Wir wollen uns Jesaja, Kap. 30 anschauen. Und dann möchte der Herr einen Ruf an uns aussenden. Seit Monaten brennt eine Frage in meinem Herzen: Wer warnt Amerika? Es gibt so wenig Zerbrochenheit in den Gemeinden in Amerika. So viele Stimmen proklamieren so und so viele Sachen, aber fast nichts, was Amerika warnt. Unsere Nation wird geschüttelt und gerüttelt. In den letzten Jahren haben wir eine Zerstörung nach der anderen in unserem Land gehabt. Wir hatten einen furchtbaren Wirbelsturm vor einigen Jahren. Die Zerstörung, die daraus resultierte, war das Schlimmste, was jemals in der Geschichte Amerikas passiert war. Dann hatten wir die schlimmsten Rassenunruhen in diesem Jahrhundert, die fast ganz Los Angeles auseinander gebracht haben. Und dann die furchtbaren Überschwemmungen, das Schlimmste, das es in der Geschichte dieser Nation passiert ist. Wissenschaftler haben gesagt, daß es seit 500 Jahren so viele Überschwemmungen noch nie gegeben hat. Und dann die vielen Erdbeben! Es gibt Menschen, die an einem Tag in den Fluten ertrinken und an einer anderen Stelle durch Feuer verbrannt werden. In Houston Texas gab es eine Explosion. Während dieser Überschwemmung gab es eine Explosion und es gab eine regelrechte Überschwemmung von Feuer. Und dann die Geschichte mit der Bombe in Oklahoma City. Ihr müßt verstehen, daß Oklahoma sozusagen das Herzland von Amerika ist, gutes altes Amerika. Du kannst dir vielleicht eine Liste machen davon, wo Terroristen eine Bombe legen würden . Nicht eine Sekunde würdest du einen Gedanken daran verschwenden, daß eine Bombe in Oklahoma explodieren könnte. Über 160 Menschen sind gestorben, davon waren 20 Kinder, Babys. Sie wurden zerstört in einem einzigen Augenblick. Das Schlimmste war, es war ein Einheimischer von Oklahoma, der dahinter stand.

Ich sehe diese Dinge geschehen und ich frage mich, wer warnt Amerika? Warum wollen wir nur unterhalten sein in der Kirche? Warum möchten wir nicht, daß GOTT uns ganz tief innen berührt? Am Sonntag nach dem Bombenanschlag hat der Präsident der Vereinigten Staaten zu einem Tag der Trauer aufgerufen. Ich sah mir die Nachrichten an, und ich war traurig darüber und weinte darüber. Aber ich habe mir selbst die Frage gestellt: Warum haben wir nicht seit Jahren um diese Nation geweint und getrauert über all unsere Gewalt, unsere ganze Ungerechtigkeit, unsere falschen Religionen, unsere Drogen, unser Alkohol, alle unsere Abtreibungen? Es gibt Menschen in der Nation, die weinen und weinen. Sie weinen vielleicht ein oder zwei Tage lang. Aber es kommt noch sehr viel mehr Trauer auf die Nation zu. Das einzige, was das aufhalten kann, ist, wenn die Gemeinde, die Kirche weint.

Hört mir bitte zu! Ich bin gerade in England und Schottland gewesen und habe dort verkündigt. Anfang des Jahres war ich einen Monat in Indien, ich war ungefähr zwei Wochen in Italien. Der Herr hat mir diese Last nicht aufs Herz gelegt. Aber, als ich hier hin kam und anfing zu beten, da sah ich Gericht über Deutschland. Selbst, wenn Gericht nicht kommen würde, selbst wenn ich total daneben läge, sollte es uns trotzdem traurig stimmen, daß mehr als 99% dieser Nation in die Hölle fahren! Es sollte in deinem Herzen brennen, daß Jesus total irrelevant in dieser Gesellschaft ist. Es sollte dich zerbrechen, daß das Land der Reformation wirklich am Boden angekommen ist. In Vietnam geschieht erheblich mehr als hier in Deutschland. Gott wirkt mehr im Iran, als hier in Deutschland. Es gibt einen höheren Prozentsatz von Christen in Indien als hier in Deutschland. Etwas sollte in euch aufstehen. Das ist nicht, wie es sein sollte.

Laßt uns Jesaja, Kap. 30 noch einmal anschauen, wie GOTT sich gegen Israel stellt. Vers 10: „Die zu den Sehern sagen: ‚Seht nicht!‘ und zu den Schauenden: ‚Schaut uns nicht das Richtige! Sagt uns Schmeicheleien! Schaut uns Täuschungen! Weicht ab vom Weg, biegt ab vom Pfad, laßt uns in Ruhe mit dem Heiligen Israels!‘ “ Das klingt genau so wie heute in unserer Kirche. „Sage uns nicht die Wahrheit! Gib uns irgend eine schöne Botschaft! Mache es uns nicht zu ungemütlich! Wir kommen zur Gemeinde, um auferbaut zu werden!“ Während das Herz GOTTES in Trauer ist. Er möchte seine Bürde mit uns teilen. Und es sind nur diejenigen, die die Bürde des Herrn in ihrer vollen Tiefe erfassen vom Herrn her, die werden auch in die Höhe kommen! Gab es heute nicht eine Freisetzung von Freude unter uns im Lobpreis? Gab es nicht sogar einen Geist des Glaubens, als wir gesungen haben: Gieße deinen Geist aus in Strömen lebendigen Wassers!? War es nicht ein Feiern, als wir gesungen haben: Jesus ist Herr, und Er regiert!? Warum geschah das? Ich glaube, daß es heute etwas mehr gewesen ist, weil wir gestern wirklich zu GOTT geschrien haben. Und wenn GOTT heute noch eine Etage tiefer geht in unserem Leben, dann wird er den Geist morgen noch mehr ausgießen. Laßt uns ehrlich sein! Für einige von uns – wenn wir zwei Botschaften in dieser Art hören – ist es genug. Bruder, wir kommen, um Erweckung zu erleben. Mach uns begeistert darüber! Lade uns damit auf! Mit anderen Worten: Pump unsere Seele etwas auf, daß wir durch die Woche durchhalten! Ich glaube, was ich heute mitteile, das ist das Herz der Erweckung. Oftmals kommt die Erweckung, um GOTTES Volk auf harte Zeiten vorzubereiten. Die Walisische Erweckung brachte eine hervorragende Erweckung um 1904/5. Und zehn Jahre danach starben zwei Drittel der jungen Männer, die sich in dieser Walisischen Erweckung bekehrt haben. Sie sind im 1. Weltkrieg gestorben.

Wir sprachen heute nachmittag über die Erweckungsbewegung, die das Land Amerika 1857/58 heimgesucht hat. Zehn Jahre später ist diese Nation durch einen Bürgerkrieg geschüttelt worden. Erweckung kam nach Uganda. Kurz darauf kam Idi Amin an die Macht. Menschen haben über das Lachen gesprochen, was GOTT gesandt hat. Ich glaube, was viele glauben, daß das Lachen die Anästhesie ist oder die Betäubung vor der Operation. Es ist eine Zeit der Erfrischung und der Ermutigung, bevor uns GOTT noch einen Schritt tiefer nimmt. Lest mit mir Hesekiel, Kap. 13. Ich möchte an euch einen Ruf richten: Der Herr schaut aus nach Fürbittern. Der Herr schaut aus nach Menschen, die ihre Herzen ihm öffnen, Menschen, die sich für die Bürde des Herrn hingeben. Ich kann es nicht aus mir selbst bewirken. Ich kann nicht eine Last produzieren. Ich meditiere nicht über negative Dinge nach, um mich herunter zu ziehen. Ich bin glücklich, wenn ich morgens aufwache und abends schlafen gehe, daß ich über Ihn nachdenken kann. Ich bin glücklich, wenn ich zu Hause bin und tanzen kann und über die Güte GOTTES nachdenken kann. Aber ich bin ebenso glücklich, wenn ich auf meinem Angesicht liegen und weinen darf. Ich bin willens und tu das gerne, daß ich mich für die Bürde des Herrn hingebe. Wie wir gestern abend gesagt haben: Wenn wir in diesen Wehen stecken, wenn wir die Geburtswehen spüren, werden wir Leben hervorbringen.

Hesekiel, Kap. 13, Vers 4: „Die Füchse in den Trümmerstädten sind deine Propheten geworden. In die Risse seid ihr nicht getreten und die Mauern habt ihr nicht vermauert um das Haus Israel her, um standzuhalten im Kampf am Tage des Herrn!“ Die Propheten waren berufen, um die Mauerrisse wieder zu reparieren. Die Stadtmauer stellte die Verteidigung für die Stadt dar, und in einer bestimmten Zeit vermodert etwas. Und geistlich gesprochen, sollte das Volk von den Propheten wieder auferbaut werden, wieder hergestellt werden. Aber stattdessen waren sie wie Füchse unter den Trümmern, wie sie durch die Löcher hindurch krochen und es noch schlimmer gemacht haben. Es gab noch einen weiteren Ruf an die Propheten:

Hesekiel, Kap. 22. Wir haben eine Aussage bezüglich Gebet, daß wir in der Bresche stehen. Menschen sprechen darüber, wissen aber nicht wirklich, was es bedeutet. Aber es gibt eine Berufung für Menschen, die das tun: im Riß zu stehen. Hesekiel 22, Vers 13: „Und ich suchte einen Mann unter ihnen, der die Mauer zu mauern und vor mir für das Land in den Riß treten könnte, damit ich es nicht verheeren müßte, aber ich fand keinen.“ Das war das Bild. Die Mauer hatte Löcher. Wenn der Feind kam, konnte er durch die Löcher hindurch in die Stadt eindringen. Es gab Risse in der Mauer. Was du brauchtest, das war ein tapferer Soldat, jemand, der bereit war, sein eigenes Leben hinzugeben. Er würde in den Riß in der Mauer hinaufsteigen. Er würde in dem Riß stehen. Er würde versuchen, den Feind kämpfend zurückzudrängen. Er würde sich selbst zwischen das Gericht, das die Stadt bedroht, stellen und zwischen sein Volk. Er würde, sozusagen, den Teufel zurückdrängen. Wenn du hier durch willst, kannst du nur über meine Leiche gehen, und er würde ihn im Kampf zurückdrängen. Dann würde er sich zu seinem Volk wenden: Kommt, Leute, laßt uns die Mauer wieder aufbauen; laßt uns unsere Verteidigung wieder aufbauen. Geistlich gesprochen: Laßt uns Buße tun und wieder in Ordnung kommen mit GOTT. Es ist ebenso das Bild GOTTES, was im Gericht kommt. Und der Prophet würde in den Riß hinaufklettern. „GOTT, vernichte mich, aber nicht das Volk! GOTT, sie sind ignorant. Lege deinen Zorn nicht auf sie. Es würde deinen Namen verunehren und verunglimpfen.“ Dann würde er zu seinem Volk sagen: „Tut Buße, bevor es zu späte ist!“ Das ist das Bild des prophetischen Fürbitters. Er spricht zu GOTT um des Volkes willen. Dann spricht er zu dem Volk um GOTTES willen. Und er springt mit seinem eigenen Leben in die Bresche. Es ist ein gefährlicher Ort, weil es inmitten des Kampfes ist. GOTT schaut aus nach geistlichen Fürbittern. Ich weiß, daß ihr etwas anderes tun könnt. Ich weiß, daß ihr auch andere Dinge unternehmen könnt. Aber um meines Volkes willen werde ich in diesen Riß hinaufsteigen und werde zu GOTT schreien um dieser Nation willen. Dann sage ich meinem Volk, daß sie wieder mit GOTT in Ordnung kommen sollen.

Schauen wir uns Jeremia, Kap. 9 noch einmal an! Jeremia 9, Vers 16: „So spricht der Herr der Heerscharen: Gebt acht und ruft Klageweiber, daß sie kommen und schickt zu den weisen Frauen, daß sie kommen. Laßt sie kommen und schnell ein Wehklagen über uns erheben, damit unsere Augen von Tränen überfließen und unsere Wimpern voll Wasser strömen.“ Vers 19: „Hört, ihr Frauen, das Wort des Herrn und eure Ohren nehme das Wort seines Mundes auf. Lehrt eure Töchter die Totenklage und den anderen Klagegesang! Ja, der Tod ist durch unser Fenster gestiegen. Er ist in unseres Paläste gekommen, um das Kind von der Straße auszurotten, die jungen Männer von den Plätzen.“

Vor einigen Jahren hatten wir bei mir zu Hause eine Gebetsversammlung. Wir waren ungefähr 40 Personen, die innerhalb der Bibelschule tätig waren, aber auch von unserer Heimatgemeinde. Wir hatten ein Wochenende des Gebets von 18 bis 22 Uhr. Am Samstagabend haben wir gebetet und am Sonntag von 10 Uhr morgens bis 18 Uhr nachmittags, und wir haben für diese 24 Stunden-Periode auch gefastet. Am Montag sollte ein großer Marsch für das Leben geben. Einige hunderttausend Menschen wollten sich in Washington versammeln, um gegen Abtreibung zu stimmen. Gleichzeitig sollten auch Protestkundgebungen vor verschiedenen Abtreibungskliniken geben, Gläubige, die sich vor den Toren der Kliniken hinlegten. Sie wußten, daß sie festgenommen werden, sie wußten ebenso um die anderen Konsequenzen, aber sie taten es, als eine prophetische Stimme über die Abtreibung. Erinnert euch daran, was ich euch vor einigen Tagen gesagt habe, daß die Gesetze in den USA bzgl. Abtreibung schlimmer sind als hier in eurem Land. Wir hatten unser Sonntagmorgen-Gebet; und ich hatte ein Bild von einem Magazin. Es war ein Bild eines siebenmonatigen Babys im Mutterleib. Es war abgetrieben worden. Und es war im Abfalleimer. Ein Christ ist in diese Abtreibungsklinik hinein gegangen und hat es dort gefunden. Es war ein grausames Bild: Der Kopf war abgeschnitten, der Arm war abgeschnitten und der Rest des Körpers. Da war ein Bild, wo Menschen die verschiedenen Teile des Körpers in Händen hielten. Ich sagte zu dieser Gruppe: „Das ist, worüber wir beten!“ Das ist, wofür wir in Amerika beten. Es ist eine erstaunliche Sache. Diejenigen, die gegen Abtreibung sind, werden als bösartig und intolerant angesehen. Diejenigen, die sich für die Selbstbestimmung der Frau einsetzen, werden als liebevoll angesehen. Wir haben das Bild im Raum umher gezeigt, und als wir es taten, fingen sie an zu schreien, speziell die Frauen fingen an, zu weinen. Eine der Frauen las diese Schriftstelle in Jeremia, die wir grade gelesen haben: „Bringt euren Töchtern bei, wie sie wehzuklagen haben!“ Wir schrieen zu GOTT, wir begannen zu klagen. Und ich wußte, daß das das Bestmögliche war, was wir zur diesem Zeitpunkt tun konnten, um Amerika von der Abtreibung wieder wegzubringen. Wir fühlten uns beschämt. Die Gemeinde ist verantwortlich für den geistlichen Zustand der Nationen. Wir fingen an, zu weinen und zu schreien: „Gott, was haben wir getan? Unsere Hände sind von Blut befleckt! Wie konnten wir das geschehen lassen?“

Am nächsten Tag bin ich mit meinen beiden Töchtern zu der Protestveranstaltung vor der Abtreibungsklinik gegangen und habe mit protestiert. Meine Frau fühlte sich gerade nicht wohl, aber sie schloß sich doch den Marschierenden an. Wir sind bereits morgens früh zu dieser Abtreibungsklinik gekommen. Es gab bereits andere Menschen, die dort warteten: Homosexuelle und Satanisten warteten bereits an der Tür. Der Ort wurde von Polizei abgeriegelt und sie kämpften gegen uns, damit wir nicht an die Klinik herankommen konnten. Wir waren so viele, daß wir es trotzdem schafften und durchbrechen konnten. Dann haben wir uns auf die Stufen hingesetzt oder hingelegt, wo diese haßerfüllten Menschen waren. Sie warteten dort an den Türen und die Polizei schützte ihre Anliegen und ihre angeblichen Rechte. Mein Herz war zerbrochen. Was für eine Perversion! Die Polizei, die Gutes tun sollte, vereinigte sich mit den Satanisten und mit den Homosexuellen und Lesben und mit denjenigen, die die Babys im Mutterleib umbringen. Wir aber waren die Gesetzesbrecher, die Schuldigen. Als die Polizei anfing, uns nacheinander dort wegzubringen, schaute ich meine zwei Töchter an, meine Teenager. Ich schaute diese anderen Menschen an, wie sie uns verspotteten, und mein Herz war gerüttelt über unser Land. Es war irgendwo nicht mehr kontrollierbar. Ich begann zu schluchzen und zu zittern: Was ist aus Amerika geworden? Was ist aus unserer Nation geworden? Ich schaute meine Töchter an, wie sie weinten. Ich wollte, daß sie den Schmerz in meinem Herzen sehen. Ich schaute diese Spötter an. Ich schaute in ihre Augen, aber sie konnten mir nicht in die Augen sehen. Ich sagte: „Wie traurig diese ganze Sache ist!“ In zwei Stunden wird alles hier geräumt sein und alles seinen gewohnten Gang gehen. Wir waren im Bus. Jeder hatte die Hände mit Handschellen auf dem Rücken verschränkt. Sie hatten sie sehr eng gezogen. Ein Bruder hatte wirklich Schmerzen. Er bat einen der Polizisten, ob er sie etwas lockerer machen könnte. Es schmerzte uns alle. Ich sagte: „Jungs, kommt, laßt uns wenigstens das Privileg haben, nur ein wenig zu leiden.“ Wir haben keine Vorstellung, was es heißt, um des Evangeliums willen zu leiden.

Ihr sagt: „Bruder, das ist Amerika. Was hat das mit uns zu tun?“ Freunde, eure Nation ist in Finsternis. Ihr müßt verstehen, daß nichts das verändern kann, es sei denn, daß Erweckung kommt. Ihr müßt verstehen, daß GOTT Gericht bringen muß! GOTT hat das Volk GOTTES heute gerufen, zu weinen, um die Nation zu verschonen. GOTT hat uns dazu berufen, die Schmerzen in uns zu spüren, damit unsere Nation morgen verschont werden kann. Es gibt nichts im Natürlichen, was diese Nation wieder zu GOTT zurück bringen kann, nichts, was uns wieder auf den richtigen Weg bringen kann. Es muß aus einem zerbrochenen Herzen im Gebet kommen. Es muß eine Heimsuchung sein; denn wenn nicht mit uns, mit wem denn sonst, wenn nicht hier, wo denn sonst, wenn nicht jetzt, wann denn? Die, die unter Tränen säen, werden mit Liedern des Lachens ernten. Gesegnet seien die, die Trauer tragen! Diejenigen, die jetzt weinen, werden lachen! Jesus war verwundet, als er unter Tränen laut weinte. Er wird die Belohnung mit den Starken teilen. Würdet ihr bitte, dort, wo ihr seid, eure Augen schließen und beginnt, zu beten. Du kannst bleiben, wo du bist. Bitte den Herrn, daß er dir die Bürde gibt. Herr, gib mir dein Herz für die Nation Herr, teile deine Bürde mir mit! Ich möchte nicht hart sein. Ich möchte nicht selbstgerecht sein. Ich möchte mit meinem Leben nicht so weiter gehen. Ich möchte dein Mann, deine Frau in dieser Generation sein! Ich möchte mit Tränen säen, daß morgen diese Nation ernten kann in Lachen. Jetzt an diesem Ort, laßt uns beten und GOTT bitten: Herr, bevor es zu späte ist, tu etwas für Deutschland! Du kannst dich hinknien, setzen, nach vorne kommen, tu, was immer du fühlst und denkst, daß es richtig ist. Laßt uns selbst im Gebet hingeben!

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