Mystiker

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Hierbei handelt es sich um Gruppierungen die sich hauptsächlich um die “Seeher”:

Meister Eckhart i (1260-1327)
Jakob Böhme
i (1575-1624)
Emanuel Swedenborg
i (1688-1772)
Jakob Lorber
i ( 1800-1864)  siehe auch Loberbrüder

schaaren.

Diese unter dem Deckmantel der Kirche fungierenden “Christen”
glauben an die Offenbarungen dieser “Seeher” und ihrer Schriften.

Inhalte meist anthroposophischer, theosophischer, esoterischer Natur.

Meister Eckhart:
Eckharts Gottesbild ist die "Dynamik des ewig aus sich fließenden und in sich zurückfließendes Gottes" (N. Winkler)
Als Mitte des 20. Jahrhunderts Daisetz Suzuki den Buddhismus in Europa bekannt machte, schreibt er über die Predigten von Meister Eckehart: "Die darin geäußerten Gedanken waren buddhistischen Vorstellungen so nahe, dass man sie fast mit Bestimmtheit als Ausfluß buddhistischer Spekulation hätte bezeichnen können." (Suzuki, 1960)

Jakob Böhme:
Die Philosophie von Böhme zeichnet sich durch einen idealistischen Pantheismus, der stark mit materialistischen Elementen besetzt ist.

Die wesentlichen geistigen Quellen, auf die sich diese Richtung stützte, waren der von Nikolaus von Kues inaugurierte Pantheismus, die von diesem beeinflußte naturphilosophische Lehre des Paracelsus und die am Neuplatonismus und der Kabbala orientierte Mystik des Agrippa von Nettesheim (1486 bis 1535). Als Hauptvertreter dieser Strömung gelten Sebastian Franck (1499 bis 1542), Valentin Weigel (1533 bis 1588) und Jakob Böhme, dessen Lehre den Höhe- und Schlußpunkt derselben darstellt.

Emanuel Swedenborg:
Bei seiner Erkenntnis der göttlichen und geistigen Welt berief sich Swedenborg auf die Bibel und auf „Gespräche mit Engeln und Geistern“, die er nach seiner eigenen Aussage geführt haben will.

Aus theologischer Sicht gibt es Gegensätze zu anderen christlichen Glaubensrichtungen. Swedenborg kritisiert das Dogma der Trinität, die Vorstellung von der Erbsünde, die Prädestination und die lutherische Rechtfertigungslehre. Trotz dieser Gegensätze ruft er zu religiöser Toleranz auf.

Zum Islam sagt er, dass diese Religion notwendig ist um andersartigen Seelen einen Weg aufzuzeigen. Auch Mohammedaner können zum Herrn gelangen, wenn sie Werke der Liebe tun.

Der Mormonismus hat besonders in seiner Frühzeit viele Anregungen aus der Swedenborgschen Lehre aufgenommen, diese allerdings in einigen wesentlichen Details auch abgeändert.

Jakob Lorber:
Innerhalb der Neuoffenbarung werden neben theologischen Aussagen auch wissenschaftliche Fragen erörtert. Lorberfreunde führen hier oft treffende Voraussagen für Forschungsergebnisse als Beleg für den göttlichen Ursprung der Neuoffenbarung an, die zur Zeit von Jakob Lorber noch nicht bekannt waren. Andererseits enthalten die Texte aber auch Irrtümer, die sich kaum mit einem allwissenden Gott vereinbaren lassen.

Besonders von evangelikaler Seite wird die Bibelauslegung und die Heilslehre kritisiert, die sich von dem christlichen Verständnis z.T. weit entfernt.

Irritierend treten zudem Unterschiede zu christlichen Wertvorstellungen, z.B. im Bereich der Sexualethik (Vergewaltigung ist Nächstenliebe), hervor.

Die innere Stimme, die die Texte diktiert, das an das automatische Schreiben erinnernde Niederschreiben der Texte und die Mischung von frommen Texten mit offensichtlichen Irrtümern haben immer wieder zum Vorwurf der Besessenheit geführt.